Rechenschaftsbericht des Jahres 2015

 

Begrüßung : 

Wehrführung je nach Anwesenheit

Als Ehrengäste haben wir die Revierförster eingeladen die mit uns gemeinsam mehrere Tage und Nächte bei Waldbränden in unserem Ausrückebereich verbracht haben. Die uns nicht nur als Fachberater bzw. zuständige Behörde zur Seite standen, sondern sich aktiv mit Spaten und Strahlrohr an der Brandbekämpfung beteiligten. Besonderen Dank von uns an Frau Preuße, die nicht nur telefonisch für uns immer erreichbar war, nein die lieber mit uns Sonntags durch die Märkischen Wälder fuhr, auf der Suche nach Waldbränden als mit ihrem Ehemann gemütlich im Garten zu sitzen.

 

Struktur der Wehr:  Die Feuerwehr Gühlen-Glienicke/Binenwalde hat einen Ausrückebereich von 49,3 km², den flächenmäßig größten im Verwaltungsbereich Neuruppin. Die Einwohnerzahl in unserer Gemeinde beläuft sich auf ungefähr 350 Einwohner. Schwerpunkte in unserem Bereich sind der Wald der über 50 % der Gemarkung ausmacht, dann die Bereiche der Märkischen Putenproduktion, die Forstschule in Kunsterspring, die Zeltplätze in Tornow, Rottstiel und Stendenitz und das Hotel in Boltenmühle. Unsere Feuerwehr teilt sich auf zwei Standorte auf. Standort Gühlen-Glienicke: TLF 16/25 auf MAN Fahrgestell, Besatzung   6 EK, Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 2500 l und Zusatzbeladung für die Technische Rettung von eingeschlossenen Personen bei Verkehrsunfällen. Standort Binenwalde: TLF 16/GMK auf W50 Fahrgestell, Besatzung 6 EK, Wassertank mit einem Fassungsvermögen 2700 l, Zusätzlich steht in Binenwalde ein Rettungsboot welches auf einem umgebauten TSA verlastet ist.

 

Mitglieder der Wehr: In unserer Wehr sind zum jetzigen Zeitpunkt 11 Kameraden im aktiven Feuerwehrdienst. Zwei Kameraden wurden im letzten Jahr aus dem aktiven Dienst entlassen, da sie über mehrere Jahre keine Ausbildungsstunden aufweisen konnten. Zwei Kameraden sind aus persönlichen Gründen zum Jahresende aus der Feuerwehr ausgetreten. Dies ist ein kritischer Zustand für uns, da wir selbst bei optimalem Personalbestand bei Alarmierung unsere Fahrzeuge nicht mehr vollständig besetzen können. Hier ist jetzt der Träger des Brandschutzes gefordert mit geeigneten Maßnahmen wie z.b. Inseraten in der Tagespresse oder verteilen von Flyern auf die angespannte Situation bei uns hinzuweisen. Zu diesem Zweck wurde vor zwei Jahren eigens für diese Aufgabe der Mitgliederwerbung eine Stelle in der Stadtverwaltung geschaffen. In unserer Alters und Ehrenabteilung sind 8 Kameraden aktiv.

 

Einsätze des Jahres 2015:  In diesem Jahr hatte die Feuerwehr 34 Einsätze zu bearbeiten. Das ist das einsatzreichste Jahr seit der Gründung unserer Feuerwehr. Jahresdurchschnitt liegt sonst bei 12-15 Einsätze im Jahr.Im Januar hatten wir 5 Einsätze, hier wurden durch ein Wintersturm über mehrere Tage Bäume entwurzelt die den Straßenverkehr behinderten. Im Februar hatten wir ein Schornsteinbrand in Steinberge. Als wir am E.O. eingetroffen sind freute sich der Besitzer des Einfamilienhauses das die Berufsfeuerwehr aus Rheinsberg so schnell nach dem Notruf eingetroffen ist. Als wir ihn dann schließlich aufklärten das wir aus Gühlen-Glienicke kommen und auch noch freiwillig sind war er sehr erstaunt. Ende März dann wieder 4 Einsätze mit umgefallenen Bäumen die die Straßen blockierten. Anfang Mai dann wieder sturmbedingte Einsätze mit umgefallenen Bäumen und abgebrochenen Ästen. Am 07. Juni dann ein Einsatz der viel Diskussion und Unmut unter den Beteiligten brachte. „Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz“ Mit einer Dienstanweisung durch den Landrat wurde den Feuerwehren strikt verboten das Gelände hinter den Absperrschildern zu betreten. So mussten wir zusehen wie Förster der Bundes und Landesforst unsere Arbeit „Feuer löschen“ verrichteten. Wir stellten nur Material und brachten im Pendelverkehr Wasser an die Einsatzstelle. Vom 02.07. – 04.08. beschäftigten uns dann sechs Waldbrände die durch einen o. mehrere Personen vorsätzlich, meist in den späten Abendstunden gelegt wurden. Die Einsätze waren nicht nur eine körperliche sondern auch eine große psychische Belastung für uns. Schon nach dem zweiten Waldbrand wurde nicht nur nach Beendigung der Löschmaßnahmen sondern schon während des Einsatzes offen darüber spekuliert wer die Brände gelegt hat. Höhepunkt der Brandserie war dann am Dienstag den 04.08. als ein ungefähr 4ha großes Waldstück brannte. Nach über 8 Stunden Einsatz konnte dann die Brandfläche an die Landesforst übergeben werden. Die nächsten Tage rückten wir dann noch zu Nachlöscharbeiten aus um die dort beschäftigten Forstmitarbeiter zu unterstützen. Am Dienstag den 11.08. wurden wir zu einem Getreidefeldbrand in Braunsberg alarmiert. Hier brannten ca. 30ha Getreide und eine Strohpresse. Das Einsatzjahr 2015 endete so wie es angefangen hat mit zwei umgefallen Bäumen auf der Straße. Genaue Einsatzdaten, Videos und einige Bilder finden sie auf unserer Internetseite „Feuerwehr Gühlen-Glienicke“.

 

Ausbildung 2015 :  Die Ausbildung in diesem Jahr gestaltet sich sehr vielseitig. Nach dem Einbau des Digitalfunks in unseren Fahrzeugen wurde mit der Technik viel trainiert, welches sich im Einsatz jetzt bemerkbar macht. So wurde die Umstellung von Analogfunk auf Digital bei uns ohne weitere Probleme bei der Bedienung der Geräte vollzogen. Natürlich stand in diesem Jahr auch das ständige Training mit Technik und Gerät auf dem Dienstplan. Anfang Januar besuchten wir die Biogasanlage in Braunsberg und ließen uns durch Klaus Heber in die Funktion einweisen. Großen Wert wird bei uns immer auf die Ausbildung an der Motorkettensäge in Bedienung und UVV gelegt. Zu Beginn der Waldbrandsaison werden durch uns jedes Jahr die Löschwasserentnahmestellen und deren Zuwegungen kontrolliert. Ebenfalls wird in diesem Zuge Waldbrandtaktik in Theorie und Praxis ausgebildet. Diese intensive Ausbildung sollte uns in diesem Jahr besonders zu gute kommen. In diesem Jahr wurden wir mehrmals durch die Forstschule in Kunsterspring um Hilfe gebeten, den Wasserpegel im Löschwasserteich abzusenken, da dieser sonst überläuft und den Keller des Internats in Mitleidenschaft ziehen könnte. Für uns jedenfalls immer eine gute Gelegenheit unsere Maschinisten aus und weiterzubilden.  Wieder neu hinzugekommen ist, die Bootsausbildung, nachdem wir wieder ein Rettungsboot, diesmal auf einem Anhänger verlastet bekommen haben. Im Juni wurden wieder alle Zeltplätze in unserem Ausrückebereich kontrolliert. Am 30.09. haben wir eine Evakuierungsübung im Lehrlingswohnheim der Forstschule in Kunsterspring durchgeführt. Im Oktober haben alle Atemschutzgeräteträger ihren Übungslauf in der FTZ Kyritz absolviert. In diesem Jahr wurden zwei Dienstversammlungen durchgeführt, wobei die Kameraden zum Unfallschutz belehrt wurden. Die Ausbildungstermine, die bei uns immer Donnerstags durchgeführt werden, wurden weitestgehend gut besucht. So wurden durch die Kameraden in diesem Jahr ca. 700,00 Ausbildungsstunden nachweislich geleistet. So haben alle Kameraden bis auf Christopher Rzeha und Fred Jordan die geforderten 40,00 Ausbildungsstunden erreicht. Hierbei taten sich besonders Klaus Heber mit 68,00 h, Horst Barsikow mit 76,00 h und Michael Peter mit 93,00 h hervor. Die drei Kameraden wurden für ihre Leistungsbereitschaft mit einem Gutschein in Höhe von 15,00 € von einem Baumarkt bedacht.

 

Ausrüstung Mannschaft und Fahrzeuge

Alle Kameraden haben neue Helme bekommen die sich durch ihre markante Farbe, besseren Tragekomfort und eingebautem Licht von den alten Helmen unterscheiden. In diesem bzw. nächsten Jahr wird das TLF 16/GMK durch ein neues Waldbrand TLF Typ Brandenburg ersetzt. Die Ausschreibungen sind abgeschlossen und die Firma „Schlingmann“ hat den Zuschlag erhalten.

 

Ausrüstung und Instandhaltung der Gerätehäuser

Wir haben für das Gerätehaus in Gühlen-Glienicke ein FAX-Gerät bekommen. Nun ist es möglich Alarmfaxe von der Leitstelle Potsdam zu erhalten auf denen weitere Informationen zum Einsatz stehen. Für beide Gerätehäuser beantragen wir eine gründliche Sanierung der Versammlungsräume und Fahrzeughallen. Für den Standort in Gühlen-Glienicke beantragen wir, wie schon im letzten Jahr Alarmstellflächen für unsere privaten Fahrzeuge. Am Standort Binenwalde benötigen wir ein neues Tor für die Fahrzeughalle. Dies ist mittlerweile so marode, das eine Reparatur nicht mehr erfolgen kann. Wenn denn das neue TLF mit einem Wert von geschätzten 370 000,00 Euro in der Fahrzeughalle steht sollte dies doch vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Denn das alte Tor kann ohne viel Mühe mit einem Schraubendreher geöffnet werden. Ebenfalls für das neue Fahrzeug muss eine Lösung gefunden werden die Abgase aus der Fahrzeughalle zu leiten. Denn die Kameraden müssen sich direkt neben dem Fahrzeug umkleiden.

 

Sonstiges

In diesem Jahr wurden durch die FF zwei Veranstaltungen abgesichert, einmal das Osterfeuer und das Sabinenfest in Binenwalde. Wie in den letzten Jahren stellten wir unsere Technik zur Schau und erklärten geduldig wissbegierigen Kindern nebst ihren Eltern unsere Technik.    Am 05.09. wurde ein Grillabend auf dem Anglergelände in Binenwalde durchführt.  Hierzu waren alle Kameraden nebst Begleitung eingeladen. Zum ersten Advent wurde durch die Kameraden ein Weihnachtsbaum in Binenwalde aufgestellt und festlich geschmückt.

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

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